SELECT breite, laenge FROM arc2008 WHERE breite IS NOT NULL AND breite > '' ORDER BY date DESC LIMIT 1


"Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist´s: Reise, reise!"

Wilhelm Busch (1832-1908)

Über den Horizont hinaus

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Momentan ist Stefan Schollmayer mit seiner Crew auf der Carpe Diem im Rahmen der ARC Europe auf dem Weg von Bermuda zurück auf die Azoren und berichtet wieder von Bord. Alle Einträge rechts unter Aktuell.

Die Crew: Freddie, Steffi, Margret, Alex, Stefan

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Am 23.November starten 220 Yachten zur diesjährigen ARC Regatta von Las Palmas nach St. Lucia. Auch wir, eine Crew von 6 Seglern aus dem Segelclub Rheingau, nehmen mit unserer "Carpe Diem" daran teil.

Der Atlantik übt, seit Kolumbus 1492 mit der Entdeckung Amerikas Geschichte schrieb, eine fast magische Faszination aus. Viele Segler lockt er in die Ferne. Auch wir wollen auf den Spuren von Kolumbus neue Welten entdecken, ins Unbekannte aufbrechen, Grenzen entdecken und überwinden, mit Wind und Wellen kämpfen. Deshalb segeln wir seit 2 Jahren im Revier der Strasse von Gibraltar. Die Säulen des Herakles (Bezeichnung aus dem Altertum für die Felsen von Gibraltar) waren für die Griechen das Ende der Welt. Dahinter begann für sie das Unbekannte, ein Geheimnis, der riesige, nicht fassbare Ozean. Das ist der Mythos "Atlantik" der die Seefahrt und die Segler umgibt.

Was treibt uns in unseren kleinen Booten hinaus auf den rauen Atlantik? Durch die wechselnden Wachen werden wir in der Nacht kaum Schlaf haben, entweder nasses Ölzeug oder die brennende Sonne auf der Haut. Zu sechst werden wir auf nicht mal 40 Quadratmeter für 3 Wochen zusammen gezwängt sein, eine Enge die keinen Platz zum zurückziehen, keine Privatsphäre zulässt. Wir haben keine Möglichkeit unterwegs auszusteigen und sind gefordert gut miteinander auszukommen. Unter Deck werden wir uns durch den Seegang ständig kriechend fortbewegen müssen (von den blauen Flecken und möglicherweise auch schwereren Verletzungen ganz zu schweigen). Wer würde das an Land auf sich nehmen?

Aber da gibt es ja auch die schönen Seiten: Herrliche Sonnenuntergänge, springende Delphine und auftauchende Schwanzflossen der Wale, rauschende Gleitfahrt die lang gezogenen Atlantikwellen hinunter; das werden hoffentlich die Bilder sein, die uns in unvergesslicher Erinnerung bleiben.