SELECT breite, laenge FROM arc2008 WHERE breite IS NOT NULL AND breite > '' ORDER BY date DESC LIMIT 1


"Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist´s: Reise, reise!"

Wilhelm Busch (1832-1908)

Run. baby, run!

Wed 26.11.2008 21:31
26°48' N / 24°20' W

Ein leckeres Abendessen liegt hinter uns. Nudeln mit Hackfleischsoße und Gurkensalat (Meine Mutter wird bezeugen können, dass ich von beidem großer Fan bin). Noch mehr stehen wir aber auf schnelles Segeln und das ist heute angesagt. Seit dem frühen Mittag geht es bei idealen Bedingungen raumschots zur Sache. 5 Bft. und die Welle passt auch häufig. Martin surft gerade die Abendsession im Dunkeln im Stile eines Kelly Slater. Vor uns kündigt sich durch die Bewölkung das Tief an, dass wir die nächsten Tage durchsegeln werden. Es wird also vermutlich eine stockdunkle Nachtwache. Die Stirnlampen sind angeschnallt. Auch sehr hilfreich bei der Tastaturbeleuchtung, ansonsten söhedas hiier etsa so aus. Neben mir schreibt Goff ebenfalls im Schein der roten Stirnleuchte sein Tagebuch. Das andere Licht unter Deck muss ausbleiben, damit der Steuermann das Segel wenigstens noch erahnen kann. Das geht immer noch am besten. Fraglich nur, ob heute nacht das Restlicht unter den Wolken auch noch reicht. Wir sind sehr gespannt, was die nächsten Tage bringen und beschäftigen uns oft und ausgiebig mit dem Wetter und der Frage, wo wir dem Tief am besten begegnen. Es bleibt aber immer noch genug Zeit zum Ausspannen, z. B. beim Ausbau der Brennstoffzelle oder beim Aufwischen der Spuren eine Salzstreuers im unkontrollierten Freiflug. Alles entspannende Tätigkeiten. Auch körperlich bleibt man dabei fit, denn durch die Wellen ist hier stets ein lustiges Tänzchen angesagt. Martin fängt gerade an zu Fluchen, ich glaube, ich muss ihn mal am Ruder ablösen. Ich verabschiede mich mal in die atlantische Nacht, Grüße in den Winter. Falko