SELECT breite, laenge FROM arc2008 WHERE breite IS NOT NULL AND breite > '' ORDER BY date DESC LIMIT 1


"Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist´s: Reise, reise!"

Wilhelm Busch (1832-1908)

Ueber allen Wipfeln ist Ruh

Sun 30.11.2008 02:27
N / W

Nach einer turbulenten Nacht mit Gewittern und FRonten Regen , viel und wenig Wind ist heute Morgen ein toller neuer Tag angebrochen, die Sonne durchbricht faszinierende Wolkengebilde. Pech für uns ist der Wind ist abgeflaut auf ca. 5 Kn und kommt aus West. Wir nutzen die Gelegenheit alle klammen Klametten Tage zu trocknen. Bei der Kontrolle der Bilge stelle ich eine strake Ölverschmutzung fest. Bei der Ursachensuche stellen wir fest, dass die Motorbilge mit ca. 5 Ltr. Öl gefüllt ist. Der Peilstab im Motor zeigt kein Öl mehr an und ist absolut trocken. Schreckstarre breitet sich aus, ohne Motor können wir zwar problemlos segeln, haben aber keinen Strom für den lebenswichtigen Wassermacher und die Navigation. Der Fehler der Leckage ist bald gefunden, eine defekte Abdeckkappe auf dem Röhrchen, aus dem das Öl abgepumpt werden kann. Der Mechaniker hat beim letzten Ölwechel die defekte Gummikappe mit Tape geflickt und wieder eingesetzt. Bei Lage ist dann das Öl ausgelaufen.Mit Löffel und Suppenkelle löffen wir das Öl aus, mit den vorhanden Restbeständen von 3 Litern und dem Öl aus der Bilge bekommen wir den Motor wieder flott. Das Ölröhrchen verschliessen wir mit einem Leckpfropfen. Der ganze Tag geht drauf die Bilge im Schiff zu reinigen. Alle verstauten Dosen und Wasserflaschen aus der Bilge sind voll Öl. Das wichtigste: der Motor läuft einwandfrei und der Wassermacher auch, was von der ganzen Crew zu einer Dusche genutzt wird. Heinz zaubert zum Abend ein tolles Menü auf den Tisch. Aus dem Poition Report erfahren wir dass die Geisha ca. 100 sm nördlich von uns in der vergangen Starkwidphase ihren Mast verloren hat und versucht unter Notrigg die Azoren anzulaufen. Na ja, dann lieber den Schreck mit dem Ölverlust. Der ganze Tag war mit sehr leichen Winden aus West, zwar ideal zu arbeiten aber lässt uns nur im Schneckentempo vorwärts kommen. Die anbrechende Nacht verspricht auch nicht mehr Wind. Wir sind erst mal im windlosen Kern des Tiefs gefangen. Leise gaks und ächst das Schiff im Schwell des Ozeans. Über allen Wipfeln ist Ruh. Franz, 29.11.2008 21.00 UTC an Bord der Carpe Diem