SELECT breite, laenge FROM arc2008 WHERE breite IS NOT NULL AND breite > '' ORDER BY date DESC LIMIT 1


"Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist´s: Reise, reise!"

Wilhelm Busch (1832-1908)

Was werden koennte oder Die Kraft der Vorstellung

Tue 09.12.2008 19:58
18°09'33 N / 53°06'48 W

Thema an Bord immer häufiger: San Lucia. Grund: Wir sind geistig schon in Sichtweite und morgen könnte (rein theoretisch, rechnerisch bzw. wenn man der Software glauben mag, aber wer tut denn sowas?) der letzte volle Tag auf See werden. Auf dem Kartenausschnitt sieht man, dass wir uns den Rest der Strecke in drei schöne Häppchen aufgeteilt haben. Einzige noch zu klärende Detailfragen: Wann halsen wir nach Südwesten, klappt das morgen Mittag? Kommen wir Donnerstag Nacht oder Freitag früh (wir haben den Glauben nämlich nicht vollständig bewahren können) an? Und je nach Ankunftszeit: Was hat geöffnet: Bäcker, Kneipe oder beides? Zurück zur Realität Teil 2: Eine Ankunft Freitag vormittags oder mittags ist tatsächlich möglich, wenn das Wetter einigermaßen hält. Im Vertrauen: Ich kenne eine Crew, die sich dann abends auf der wöchentlichen Straßenparty in Gros Islet, einem Örtchen nach der Marina in Rodney Bay "Rum"treiben wird und ordentlich auf den Putz klopfen. Mittlerweile fällt es uns auch leichter, die jeweils letzten ihrer Art zu verspeisen. Noch eine Brotbackmischung, das letzte Glas Nutella (nach kurzem Schreck aufgetaucht und binnen 2 Tagen fast schon wieder leer ... ?), heute Abend zum Essen möglicherweise die letzten Dosen Bier. Die wurden erstaunlicherweise gar nicht mehr angerührt, nachdem der Mangel festgestellt wurde. Da scheint ein psychologischer Schlüsselmoment zu drohen. Im Obstnetz herrscht jetzt deutlicher Zitronenüberschuss, bei der aktuellen Geschwindigkeit fällt die Fischjagd allerdings aus, um diese noch zu verbrauchen. Immerhin haben wir mit unserem letzten Fang noch eine lecker Barrakuella gemacht, das ist ein in Atlantikseglerkreisen gängiges Reisgericht mit frischem Schwarzen Barrakuda. Zurück zur Zitrone. Ich denke, die eine oder andere Scheibe könnte unsere Gläser schmücken, wenn wir nach dem Anlegen den Willkommenskorb gereicht bekommen, der unter anderem lokales Hochprozentiges enthält. Ich möchte mich daher schon jetzt im Namen der Crew in aller Form für Unklarheiten und Dreckfuhler entschuldigen, die möglicherweise den einen oder anderen Bericht verunstalten werden. Und jetzt muss ich Reste essen, lecker lecker lecker ... Falko