SELECT breite, laenge FROM arc2008 WHERE breite IS NOT NULL AND breite > '' ORDER BY date DESC LIMIT 1


"Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist´s: Reise, reise!"

Wilhelm Busch (1832-1908)

Angekommen

Sat 13.12.2008 18:13
N / W

Wir sind angekommen. Am 12.12.2008, 13.01und 27 sec. UTC nach 19 Tagen und 1 Minute kreuzten wir die Ziellienie.Leider 1 Min27 sec zu langsam um unter der Marke von 19 Tagen zu bleiben. Bei der Anmeldung zum Zieldurchgang per Funk zum ersten mal wieder Kontakt zur Aussenwelt. Auf den letzten Seemeilen konnten wir noch einige Plätze gutmachen und liefen als 2. unserer Gruppe C und als 54. Gesamt im Ziel ein. Grosser Empfang am Steg mit Rumpunsch und einem Korb frischem Obst, karibischem Flair und Steelmusik. Herzliche Begrüßung durch Ute. Bombardino, eine Yacht aus Sneek in Holland und erster unserer Gruppe, liegt neben uns und empfängt uns mit großem Applaus. Als die die erste Begrüßungseuphorie vorbei ist, setzt Ernüchterung ein und ich realisiere, dass wir es tatsächlich geschafft haben. Fast drei Wochen zusammen auf unseren 13 x 4 Metern, angewiesen sein auf einander. Jeder hat nach seinen Möglichkeiten zum Gelingen der Reise beigetragen. Das Wichtigste: wir sind ohne grössere Zwischenfälle gesund und wohlbehalten angekommen. Abgesehen von kleineren Blessuren bei uns und am Schiff sind uns Unfälle und große Materialbrüche erspart geblieben. Es bleibt das Fazit der Erfahrung einer solchen Atlantiküberquerung. Was hätte besser laufen können, wo sind uns Fehler unterlaufen. Die Taktische Entscheidung zur Nordroute war sicher nicht richtig. Hoch gepokert, eine Woche lang dem Feld vorneweg gefahren. Dann die Ernücherung, dass das Wetter eben oft anders ausfällt als prognostiziert oder erhofft. 9 Tage flauer Wind und aus der falschen Richtung. Die letzten Tage mit viel Wind und vielen Squalls, sehr anstrengend und nicht ganz ungefährlich wegen der plötzlich aufkommenden Winde bis Sturmstärke. Wir müssen sicher alles in Ruhe nochmals revue passieren lassen. Aber jetzt ist erst mal Ausruhen angesagt, danach das Schiff wieder in Ordnung bringen, Wäsche waschen etc. und natürlich auch feiern und mal gut Essen gehen. Viele haben unsere Reise in Internet verfolgt. Ganz viele Mails haben uns erreicht, viele Freunde haben uns geschrieben und immer wieder aufgemuntert, besonders wenn wir mal einen Durchhänger hatten. Das war uns eine große Hilfe, allen dafür recht herzlichen Dank. Ich hoffe auch allen zu Hause hat es Spaß gemacht die Tage der Atlantikreise zu verfolgen und mit uns mitzuerleben. Wir wollen uns in der nächsten Woche noch ein bißchen in der Karibik umsehen, unsere einsame Insel mit einer Palme drauf suchen die Füße hochlegen und uns freuen uns auf ein Wiedersehen zu Haus freuen. Franz, 12.12.2008